Workshops

Kunst-Workshops zum Thema Flucht und Vertreibung sowie zum Thema Natur im Rahmen der Ausstellung World Press Photo 17.

 

Der jährliche WORLD PRESS PHOTO Award, vergeben von der World Press Photo Foundation, ist der weltweit größte und renommierteste Wettbewerb für Pressefotografie. Eine Jury wählte aus rund 80.408 Fotos von 5.034 Fotografen aus 125 Ländern die Sieger aus. Preise wurden in acht Kategorien an 45 Fotografen aus 25 Ländern vergeben.

Die Ausstellung World Press Photo zeigt einen Überblick über die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahres. Sie bietet die Möglichkeit, sich anhand des Mediums Fotografie mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinanderzusetzen.

 

Kunst-Workshops zum Thema Flucht und Vertreibung bzw. inszenierte Natur 

 

Das diesjährige Bildungsbegleitprogramm umfasst zwei Workshops, die sich inhaltlich mit zwei in der Ausstellung präsenten Themen auseinandersetzen. 

Ein Workshop widmet sich der Annäherung an die Lebensrealität von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, der andere einer globalen Auseinandersetzung mit dem Thema künstliche Landschaften und inszenierter Natur.

Im Zentrum stehen dabei jeweils Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche mit dem Medium Fotografie sowie künstlerischen Prozessen machen.

Die TeilnehmerInnen sind dazu eingeladen, sich im Workshop theoretisch und künstlerisch die Inhalte der Ausstellung zu erarbeiten. Anhand der Fotografien ergründen sie gemeinsam mit den Kunstvermittlerinnen entwicklungspolitische Themen wie Menschenrechte, Krieg, Migration bzw. das Verschwinden von Lebensräumen für Mensch und Tier.

 

Der erste Workshop legt ein besonderes Augenmerk auf die Foto- und Filmarbeiten von Magnus Wennman What ISIS Left Behind, Where Children sleep sowie den Film Fatimas Drawing. „Kinder sind die Opfer, die am wenigsten schuld sind am Krieg", so der Fotograf. Nun hat er ihnen eine Stimme gegeben, lässt sie erzählen von ihren Erlebnissen und Träumen und hält den Moment des Schlafens, der eigentlich Sicherheit und Geborgenheit bieten sollte, in ästhetischen und doch beklemmenden Bildern fest. Daran anlehnend befasst sich der Workshop mit Momenten der Flucht und dem Weg, den viele Kinder und Jugendliche gehen müssen, um nach Europa zu gelangen. Im Rahmen einer praktischen Arbeit werden Schuhe – mit Tapes abgeformt und fotografisch inszeniert – zu Sinnbildern von Flucht und individuellen Geschichten.

 

Der zweite Workshop, der sich an jüngeren Kinder richtet, beinhaltet ein kritische Auseinandersetzung mit dem Verschwinden von Natur und Tier und dem Entstehen von künstlichen Landschaften wie Zoos, Nationalparks, Aquarien oder Botanischen Gärten. Hier stehen vor allem Fragen nach Natur als Konstrukt der Kultur, als etwas Verschwindendes und Inszeniertes im Mittelpunkt.          

In diesem Zusammenhang fokussiert der Workshop die Fotoserie von Ami Vitale Pandas Gone Wild, die die Lebenssituation von Pandas in einem Reservat in China aufzeigt. Anhand der Geschichte und Situation der Pandabären wird im Verlauf des Workshops der Verlust des Lebensraums bestimmter Tiere durch Klimawandel, Krieg, Landwirtschaft, Jagd und globalen Tierhandel besprochen.

Mit Hilfe von Collagetechniken und Pop-Ups werden kleine Dioramen zum Thema entstehen.

 

Workshopdauer: 180 min 

Workshopanzahl ist begrenzt

Der ist Workshop ist kostenfrei

Workshopleitung: Miriam Hamann und Anke Göhring

 

Terminanfragen und Anmeldung unter: mail@freundeskreis-wbh.de

 

Ausstellung vom 2. bis 25. Juni 2017

 

 

 

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ