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Fotografie im Willy-Brandt-HausDie Fotografie nimmt im Willy-Brandt-Haus einen besonderen Platz ein. Mit diesem Medium ist es möglich, sowohl künstlerisch wie dokumentarisch auf hervorragende Weise Zeitgeschichte zu thematisieren. Zahlreiche, international anerkannte Fotografen waren im Willy-Brandt-Haus zu Gast. Aber auch weitgehend unbekannte Künstler wurden für das Publikum entdeckt, wie z.B. der amerikanische Fotograf Tony Vaccaro, heute vielfach geehrt.
Zum 8. Mai 1997 präsentierten wir eine Gegenüberstellung der Bilder des inzwischen legendären russischen Fotografen Jewgeni Chaldej mit denen des amerikanischen Fotografen Tony Vaccaro. Beide hätten sich 1945 in Berlin treffen können. Sie trafen sich anlässlich der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus zum ersten Mal und gingen als Freunde auseinander. Jewgeni Chaldej ist der Fotograf eines der berühmtesten Fotos des 20. Jahrhunderts: Ein Rotarmist hisst die sowjetische Fahne auf dem Reichstag. Zum Thema Nachkriegsfotografie zählt auch die Ausstellung von Henry Ries: Luftbrücke – Airlift, die 1998 zu sehen war.
Im Jahr 2005, 60 Jahre nach Kriegsende, waren Fotografien von Jewgeni Chaldej und Tony Vaccaro ein weiteres Mal im Willy-Brandt-Haus zu sehen, neben den Arbeiten der Amerikanerinnen Margaret Bourke-White und Lee Miller, den Fotografien des Russen Dimitri Baltermants und den Aufnahmen der Deutschen Hermann Claasen, Richard Peter sen. und Abraham Pisarek.
Zahlreiche Werkschauen bedeutender Fotografen fanden beim Publikum großen Anklang: Erich Lessing, Tina Modotti, Paul Almasy, Robert Lebeck, Clemens Kalischer, Stefan Moses, Christer Strömholm und 2004 der große Auftritt des 94jährigen Willy Ronis.
Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Programms war die künstlerische Auseinandersetzung und Kommunikation mit Ostdeutschland und in Erweiterung auch mit Osteuropa.
An den alljährlichen Internationalen Filmfestspielen in Berlin beteiligte sich auch das Willy-Brandt-Haus mit außergewöhnlichen Ausstellungen und spektakulären Eröffnungen: Gesichter der DEFA, 50 Jahre Berlinale, Fotos von Klaus Kinski oder Der Tschechow-Clan.
Das Willy-Brandt-Haus hat sich seit seiner Eröffnung 1996 zu einem der führenden Foren für zeitgenössische Fotografie in Berlin etabliert und wir freuen uns, diese Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen.
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