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Vergessene Helden
…auch sie waren gegen den Faschismus

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert zusammen mit der Botschaft der Tschechischen Republik die Ausstellung

 

Vergessene Helden
…auch sie waren gegen den Faschismus

Deutsche Antifaschisten in den böhmischen Ländern

am Dienstag, den 25. November 2008, um 18.00 Uhr

 

Begrüßung
Klaus Wettig,
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

 

Grußwort
Dr. Rudolf Jindrák,
Botschafter der Tschechischen Republik

 

Eröffnung
Franz Müntefering,
Parteivorsitzender der SPD

Jiří Paroubek,
Parteivorsitzender der ?SSD

 

Einführung
Mike Schmeitzner,
Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden

 

Der Kampf der Sudetendeutschen gegen den Nationalsozialismus war für Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Obwohl sie Widerstand geleistet oder unter dem nationalsozialistischen Terror gelitten hatten, fanden die meisten nach 1945 in der Regel nicht die ihnen gebührende Anerkennung. Stattdessen waren sie in der Nachkriegs-Tschechoslowakei oft im Widerspruch zu der gültigen Gesetzeslage, dem Hass gegen die deutsche Täternation preisgegeben und wurden wiederum verfolgt.

Im August 2005 hat die Regierung der Tschechischen Republik eine Geste des guten Willens verabschiedet, mit dem sie gegenüber allen in dieser Weise betroffenen Personen ihre tiefe Entschuldigung erklärte und ein Projekt zur Aufarbeitung ihrer Schicksale initiierte und finanziell unterstützte. Das Ziel war nicht nur die Würdigung dieses Widerstandes, sondern auch die Vertiefung des historischen Bewusstseins der breiten Öffentlichkeit von einer widerspruchsvollen Etappe der tschechischen Geschichte.

Im Rahmen des Projektes ist die Ausstellung Vergessene Helden entstanden, die auf den Kampf der Sudetendeutschen für Freiheit und Demokratie aufmerksam machen soll. Sie dokumentiert nicht nur die dramatischen Schicksale der ausgewählten Akteure, sondern beschreibt auch die historischen Zusammenhänge von der Zwischenkriegszeit bis zu den Umständen, unter denen die meisten deutschen Antifaschisten die Nachkriegs-Tschechoslowakei verließen.
Die Autoren der Ausstellung sind das Institut für Zeitgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, das Museum der Stadt Ústí nad Labem (Aussig) und das Nationalarchiv in Prag.

 

Ausstellung vom 26.11.2008 – 11.01.2009
Die Ausstellung ist am 24., 25., 31.12.08 und 01.01.09 geschlossen.
Dienstag bis Sonntag,
12 bis 18 Uhr,
Eintritt frei,
Ausweis erforderlich

 

Weitere Informationen zur Ausstellung:
Arthur Polzer,
Botschaft der Tschechischen Republik
Tel. 030 22 638 201,
Email Arthur_Polzer@mzv.cz

 

 

 

 

Bruno Barbey

Reichsaufmarsch der deutschen sozialdemokratischen Wehrorganisation
in der Tschechoslowakei Republikanische Wehr in Aussig
(Ústí nad Labem), 1937