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Südafrikanische Fotografie 1950-2010
Apartheid – Widerstand – Freiheit

 

Eröffnung am Donnerstag, den 27. Mai 2010, um 19:30 Uhr

 

Begrüßung
Gisela Kayser
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

 

Grußwort

Christoph Strässer MdB
Sprecher der Arbeitsgruppe
Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion

 

Rede
Dr. Ralf Seippel
Galerie Seippel Köln/Johannesburg

Prof. Denis Goldberg
Bauingenieur und Autor

Die Fotografen Peter Magubane, Sam Nzima
und Cedric Nunn sind anwesend.

 

 

2010 steht Südafrika als Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft im Fokus der Weltöffentlichkeit. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert eine Ausstellung zu 60 Jahre Fotografie in Südafrika. Zwanzig Fotografen erzählen mit ihren 150 schwarz-weiß Fotografien sechzig Jahre Geschichte ihres Landes und lassen ein neues Bild von Südafrika entstehen, losgelöst von alten Vorstellungen und Mustern.
Es ist eine Reise in ein Land der Trennung zwischen den Hautfarben, zwischen Arm und Reich, eine Reise in ein Land der Unterdrückung und des politischen Kampfes um Freiheit und Gerechtigkeit. Es ist eine Reise in ein Land des Aufbruchs mit kraftvollen, liebevollen, politisch sehr bewussten Menschen. Jahrzehnte der Fremdherrschaft und gesetzlich verankerter Rassentrennung während der Apartheid haben das Land am Kap der Guten Hoffnung geprägt. Das einst geteilte Land steht zwischen Tradition und Moderne, zwischen wachsender Demokratisierung und Zentralisierung der Macht.

Die Fotografen dokumentieren das Alltagsleben in Südafrika während der Apartheid, das Leben im
Widerstand und in der Freiheit. Sie ermöglichen einen umfassenden Einblick in die soziale, politische,
kulturelle und ökonomische Entwicklung Südafrikas.
Hervorzuheben sind die Fotografien aus den 1950er und 1960er Jahren, die für das Magazin Drum entstanden sind. Sie dokumentieren das Alltagsleben schwarzer Südafrikaner während der Apartheid. Das Magazin Drum entwickelte sich unter der Leitung des schwarzen Journalisten Henry Nxumalo zum Sprachrohr der Anti-Apartheidbewegung in Südafrika. Einzigartig zu dieser Zeit: Der Besitzer des Magazins Jim Bailey, ein Weißer, ließ schwarze Journalisten in seiner Redaktion arbeiten – nah an den damaligen politischen Ereignissen entstanden kritische Artikel.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen Dr. Ralf-P. Seippel, dem Kurator und Galeristen der Galerie Seippel in Köln und Johannesburg, dem Museum Goch, dem Stadthaus Ulm und dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
Ein Katalog zur Ausstellung erscheint am 18. Juni im Hatje Cantz Verlag.

 

Ausstellung vom 28.05. bis 1.07.2010

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr, Eintritt frei, Ausweis erforderlich (30. Mai geschlossen)

 

Informationen zur Ausstellung:
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.,

Gisela Kayser,
Tel: 030/ 259 93 785

 

Presseinformation:
Ela Papen,
Tel: 030/ 259 93 787,
Fax: 030/ 259 93 788


Email: presse@freundeskreis-wbh.de
www.freundeskreis-wbh.de

 

Technische Unterstützung:
Verwaltungsgesellschaft Bürohaus Berlin mbH

 

 

Bob Gosani, Love Story Sophiatown

Bob Gosani, Love Story Sophiatown, 1954, Courtesy Bailey Seippel Gallery Johannesburg © BAHA

 

Bob Gosani, Nelson Mandela during treason trial

Bob Gosani, Nelson Mandela during treason trial, 1958, Courtesy Bailey Seippel Gallery Johannesburg © BAHA