Die Kinder kamen nicht zurück
Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., das Institut Français Berlin und der Verein
Gegen Vergessen - Für Demokratie präsentieren den Film
Die Kinder kamen nicht zurück
Ein Filmabend zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 66 Jahren
am Donnerstag, den 27. Januar 2011, um 19:30 Uhr
Begrüßung
Gisela Kayser
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
Im Gespräch
Hannes Gellner
Regisseur
Filmvorführung
Die Kinder kamen nicht zurück
(La Mémoire des enfants)
Ein Dokumentarfilm von Hannes Gellner,
Thomas Draschan
AUT/F 2010, 72 min, deutsch
27. Januar 1945: Soldaten der Roten Armee befreien die Überlebenden des Vernichtungslagers
Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen, Andersdenkende und Gegner des nationalsozialistischen Regimes, wurden im KZ Auschwitz ermordet. Viele der nationalsozialistischen Verbrecher leben nach dem II. Weltkrieg unbehelligt in Deutschland oder anderorts.
Die Kinder kamen nicht zurück behandelt das Schicksal jüdischer Kinder unter dem Vichy-Regime und versucht zu ergründen, wie es (menschlich, gesetzlich und administrativ) möglich war, dass zwischen 1942 und 1944 auf Initiative der französischen Behörden mehr als 11 400 jüdische Kinder aus Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden.
Serge und Beate Klarsfeld, Nazijäger, Historiker, Archivare und Aktivisten, präsentieren Materialien aus jahrzehntelanger Recherche, in denen minutiös jedes Einzelschicksal als historisches Faktum wie auch als menschliche Tragödie dokumentiert ist. Der Film von Hannes Gellner und Thomas Draschan führt die „Klarsfeld-Methode“ konsequent weiter: keine bloßen Opferzahlen, sondern greifbare Schicksale werden präzise dokumentiert. In ruhigen, klar fasslichen Bildern, welche das Erinnern stützen sollen, schildert der Film die historischen Abläufe und Zusammenhänge.
Überlebende, die damals selbst Kinder oder Jugendliche waren, erzählen erstmals von ihrer Verhaftung und Deportation. Ihre politische Analyse weist dabei mit großer Vehemenz auf die Verantwortung des Vichy-Regimes hin. Darüber hinaus erinnert Serge Klarsfeld daran, dass österreichische Nationalsozialisten massiv an der Durchführung der „Endlösung“ in Frankreich beteiligt gewesen sind.
„Diese Kinder hatten sich mühelos in die französische Gesellschaft integriert, ehe sie zu Tausenden deportiert und ermordet wurden. Die Stärke des Films von Hannes Gellner und Thomas Draschan ist es, diesen Moment des Bruchs spürbar zu machen: die Stigmatisierung durch den Davidsterm, die Festnahme, die Lager auf französischen Boden: Drancy, Gurs, Pithiviers und Rivesaltes, dann die Deportation Richtung Auschwitz.“ Jérôme Segal
Mehr Infos über den Film unter www.memoire-enfants.com
Künstlerische Leiterin:
Gisela Kayser,
Tel. 030 259 93 785
Presseinformationen:
Ela Papen,
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Fax 030 259 93 788
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Technische Unterstützung:
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