Filmvorführung im Gedenken an den Jahrestag
der Befreiung des KZ Auschwitz
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Kulturforum der Sozialdemokratie
Freitag, 25. Januar 2008, um 19.30 Uhr
Begrüßung
Dr. h.c. Joachim Gauck
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Anmerkungen zur internationalen Raubkunst-Debatte
Dr. des. Anna-Dorothea Ludewig
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam
Filmvorführung
Stealing Klimt
Ein Film von Martin Smith und Jane Chablani, Großbritannien 2006, 88 min.
Dass die Verbrechen der Nationalsozialisten kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte bilden, daran erinnert der Film Stealing Klimt: Er dokumentiert den juristisch und politisch ausgefochtenen Streit, den die 1916 in Wien geborene Maria Altmann mit der Republik Österreich geführt hat. Es ging darin um fünf Bilder des berühmten Jugendstil-Malers Gustav Klimt, die sich bis zum Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 im Besitz ihrer Familie befanden und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Österreichischen Galerie zu Wien verblieben sind.
Erst 2006 befindet ein Schiedsgericht, dass die auf 300 Millionen Dollar Wert geschätzten Kunstwerke, darunter das weltberühmte Porträt von Altmanns Tante Adele Bloch-Bauer I, an die in den USA lebenden Nachfahren zurückzugeben seien. Was für die streitbare jüdische Dame die Rückgabe von erinnerungsträchtiger Beutekunst bedeutet, wird von Vertretern Österreichs als schnöder Ausverkauf von Nationalkultur betrachtet.
Mit dem Komplex Raubkunst, Beutekunst verbindet sich eine Folge der Nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft, die über Jahrzehnte im Verborgenen lag und jetzt auf Aufklärung und Wieder-gutmachung drängt.
Weitere Informationen:
Clemens Kaiser,
Tel: 030 / 259 93 789,
E-Mail: clemens.kaiser@freundeskreis-wbh.de
Im Verlag für Berlin-Brandenburg ist erschienen:
Julius H. Schoeps/Anna-Dorothea Ludewig (Hg.), Eine Debatte ohne Ende?
Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum
ISBN 978-3-86650-641-1, Preis: 19,80 €

|