08.11.2017 bis 21.01.2018

SWPA 2017

20.10.2017 bis 21.01.2018

Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen.

Fotografien von Pablo E. Piovano

19.10.2017

Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen.

Fotografien von Pablo E. Piovano

24.08.2017 bis 30.08.2017

Käthe Kollwitz – Fotografie und Grafik

29.06.2017 bis 03.09.2017

Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

150 Jahre Käthe Kollwitz / Verfolgte Moderne

28.06.2017

Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

150 Jahre Käthe Kollwitz / Verfolgte Moderne

02.06.2017 bis 25.06.2017

World Press Photo 17

28.04.2017 bis 21.05.2017

„Horchposten 1941/ Я слышу войну“

Interaktive russisch-deutsche Klanginstallation

27.04.2017

„Horchposten 1941/ Я слышу войну“

Interaktive russisch-deutsche Klanginstallation

16.03.2017 bis 21.05.2017

Verloren in Berlin und Bukarest

Fotografien von Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca

15.03.2017

Verloren in Berlin und Bukarest

Fotografien von Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca

26.01.2017 bis 02.03.2017

Künstlern auf der Spur

Portraits 1968-2008 von Angelika Platen

25.01.2017

Künstlern auf der Spur

Portraits 1968-2008 von Angelika Platen

© W. Eugene Smith, Japan, 1971-73 © W. Eugene Smith, Japan, 1971-73

19. Oktober 2017 19:30

Der Skandal von Minamata 1971-73. Fotografien von W. Eugene Smith.

 

Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, den 19. Oktober 2017, um 19.30 Uhr
Eintritt frei | Ausweis erforderlich

 

Begrüßung
Gisela Kayser, Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Reden
Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Dr. Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker und Autor des Buches Die Akte Glyphosat
Matthias Gaede, Journalist, im Gespräch mit dem Fotografen Pablo E. Piovano

Filmdokumentationen
The Human Cost, Argentinien 2015, 12 min, OmU (engl), Dokumentation von Pablo E. Piovano
Fabián Tomasi – The shadow of success, Argentinien 2017, 12 min, OmU (engl), Dokumentation von Pablo E. Piovano
GMO OMG, USA 2013, 90 min, OmU, Dokumentation von Jeremy Seifert (Ein junger Vater stellt Fragen zur Krise der gentechnisch veränderten Landwirtschaft)

 

Die „Minamata-Krankheit“ ging in die Geschichte für die gesundheitlichen Folgen einer der größten Umweltkatastrophen Japans ein. Ein Chemiewerk leitete in den 1950iger Jahren quecksilberhaltige Abfälle in Fischereigewässer ein. Der Verzehr von kontaminiertem Fisch löste schwerste Quecksilbervergiftungen und Fehlbildungen bei Neugeborenen aus.

1971 beschließen W. Eugene Smith und seine Frau Aileen, den Skandal von Minamate zu dokumentieren. Sie bleiben drei Jahre vor Ort und erschaffen ein Tagebuch des Kampfes und der Leiden der Betroffenen, das weltweit durch die Veröffentlichung in der Sunday Times Aufsehen erregt. Seine Fotografie des badenden, schwer behinderten Mädchens Tomoko in den Armen seiner Mutter, wird zum Sinnbild für die Leiden an dieser Giftkatastrophe.

Während der Recherchen zu Minamata wurde W. Eugene Smith vom Wachschutz des verantwortlichen Chemieunternehmens Chisso Company so schwer verletzt, dass er bis zu seinem Tod 1978 keine weiteren fotografischen Aufgaben mehr übernehmen konnte.

Für den Fotografen Henri Cartier-Bresson war Smith der „größte Fotojournalist dieses Jahrhunderts". Dabei wollte Smith nie, dass man in ihm einen großen Fotografen sah. Er war ein talentierter wie kompromissloser Fotograf, der mit seinen Dokumentationen die Menschen zum Nachdenken anregen wollte.

In der derzeitigen Debatte um den Einsatz des Pflanzengifts Glyphosat in der Landwirtschaft wirken die Bilder von W. Eugene Smith auf beklemmende Weise aktuell. Damals wie heute finden die Proteste der Betroffenen bei den Regierungen und Chemie-Konzernen, die den Zusammenhang zwischen den Verschmutzungen und Erkrankungen hartnäckig negieren, kein Gehör.
 

Parallel wird die Ausstellung Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen. Fotografien von Pablo E. Piovano gezeigt.

 

Ausstellung vom 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich
Schließtage: 31.10.2017 / 24. bis 26.12.2017 / 31.12.2017 / 1.1.2018