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VERFOLGT - VERFEMT - „ENTARTET“

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert:
Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

 

Eröffnung am 27.6.2007, 19.30 Uhr
Ausstellung vom 28.6. verlängert bis 16.9.2007

 

Begrüßung:
Inge Wettig-Danielmeier
Vorsitzende des Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

 

Einführung:
Wolfgang Thierse
Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie

 

Am 19. Juli 1937 wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet. Vorausgegangen waren dieser Präsentation bereits Jahre der Verfolgung jüdischer, sozialistischer und kommunistischer Künstler, was im Einzelnen Entlassung, Berufsverbot, Beschlagnahmung und Vernichtung der Kunstwerke, Vertreibung und im schlimmsten Fall Ermordung der Künstler bedeuten konnte.

 

Die als „entartet“ stigmatisierten Künstler waren ausgeschlossen von der Teilhabe am offiziellen künstlerischen Leben in Deutschland, sie mussten Strategien entwickeln, wie sie ihre Existenz sichern und der täglichen Bedrohung durch SS und Gestapo entgehen konnten. Die Lebensgeschichten dieser Künstler zeigen spätestens ab 1933 Brüche und Verletzungen, die sich auch in den künstlerischen Arbeiten widerspiegeln. Viele von denen, die die Zeit der Verfolgung und Verfemung überlebten, hatten nach dem 2. Weltkrieg Schwierigkeiten, wieder zu ihrem künstlerischen Ausdruck zu finden. So hat die nationalsozialistische Kunstpolitik noch weit nach ihrer Zeit Spuren hinterlassen.

 

In Gedenken an die Verfolgung und Verfemung „entarteter“ Künstler präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Werke aus der „Sammlung im Willy-Brandt-Haus“. Gezeigt werden insgesamt 130 Arbeiten von 85 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern. Einige der ausgestellten Künstler waren vor 70 Jahren mit ihren Arbeiten in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ vertreten. Neben den heute immer noch bekannten Namen der Kunstgeschichte gibt es auch viele weniger bekannte Künstler zu entdecken, die im gleichen Maß unter den Auswirkungen des nationalsozialistischen Terrors gelitten haben. Es sind die Schicksale Einzelner, die verschiedene Facetten der Unterdrückung dokumentieren: die teils tragischen Versuche, durch Anpassung weiteren Repressalien zu entgehen, die Flucht in den Untergrund und in ein Leben im Verborgenen, die Suche nach einem Ausweg in der Emigration, die Verzweiflung, die oft ein Ende im Selbstmord findet und die Zeugnisse von Verhaftung und Ermordung einzelner Künstlerinnen und Künstler.

 

Texte zum Herunterladen

Pressetext (PDF)

VERFOLGT - VERFEMT -„ENTARTET“
Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

 

Text zur Ausstellung (PDF)

VERFOLGT - VERFEMT -„ENTARTET“
Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

 

 

 

Fotos von der Eröffnung und der Ausstellung zum Herunterladen
Die Fotos von Jörg F. Müller können kostenfrei genutzt werden.

 

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Abbildung einzelner Werke zum Herunterladen

 

Curt Großpietsch, Straßenmädchen 1922,  Aquarel

Curt Großpietsch, Straßenmädchen 1922,
Aquarell

 

 

George Grosz, Kapitalist 1932,  Federzeichnung

George Grosz, Kapitalist 1932,
Federzeichnung
(© VG Bild Kunst, Bonn)

 

 

Rudolf Jahns, Positive und Negative Form 1928,
Rudolf Jahns, Positive und Negative Form 1928,
Tempera auf Malkarton
(© VG Bild Kunst, Bonn)

 

 

Elfriede Lohse-Wächtler, Paar (Zwei in der Heuernte)1930,
Elfriede Lohse-Wächtler, Paar (Zwei in der Heuernte)1930, Aquarell

 

 

Fritz Stuckenberg, Abstrakte Komposition „S 12 1 20“ 1920,

Fritz Stuckenberg, Abstrakte Komposition „S 12 1 20“ 1920, Aquarell und Tusche
(© Stuckenberg)  

 

 

 

Weitere Informationen:
Mirja Linnekugel
Tel: 030/ 25 993 782
E-mail: mirja.linnekugel@freundeskreis-wbh.de

 

 

 

 


Fritz Stuckenberg

Abstrakte Komposition

"S 12 1 20", 1920

Aquarell und Tusche auf Papier

 

Wolfgang Tierse in der Ausstellung

Impressionen der Ausstellung

Impressionen der Ausstellung
Besucherportraits
Besucherportraits

Eroeffnungsrede
Impressionen der Ausstellung

Fotos Jörg F. Müller, Berlin