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VERFOLGT - VERFEMT - „ENTARTET“Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert:
Eröffnung am 27.6.2007, 19.30 Uhr
Begrüßung:
Einführung:
Am 19. Juli 1937 wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet. Vorausgegangen waren dieser Präsentation bereits Jahre der Verfolgung jüdischer, sozialistischer und kommunistischer Künstler, was im Einzelnen Entlassung, Berufsverbot, Beschlagnahmung und Vernichtung der Kunstwerke, Vertreibung und im schlimmsten Fall Ermordung der Künstler bedeuten konnte.
Die als „entartet“ stigmatisierten Künstler waren ausgeschlossen von der Teilhabe am offiziellen künstlerischen Leben in Deutschland, sie mussten Strategien entwickeln, wie sie ihre Existenz sichern und der täglichen Bedrohung durch SS und Gestapo entgehen konnten. Die Lebensgeschichten dieser Künstler zeigen spätestens ab 1933 Brüche und Verletzungen, die sich auch in den künstlerischen Arbeiten widerspiegeln. Viele von denen, die die Zeit der Verfolgung und Verfemung überlebten, hatten nach dem 2. Weltkrieg Schwierigkeiten, wieder zu ihrem künstlerischen Ausdruck zu finden. So hat die nationalsozialistische Kunstpolitik noch weit nach ihrer Zeit Spuren hinterlassen.
In Gedenken an die Verfolgung und Verfemung „entarteter“ Künstler präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Werke aus der „Sammlung im Willy-Brandt-Haus“. Gezeigt werden insgesamt 130 Arbeiten von 85 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern. Einige der ausgestellten Künstler waren vor 70 Jahren mit ihren Arbeiten in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ vertreten. Neben den heute immer noch bekannten Namen der Kunstgeschichte gibt es auch viele weniger bekannte Künstler zu entdecken, die im gleichen Maß unter den Auswirkungen des nationalsozialistischen Terrors gelitten haben. Es sind die Schicksale Einzelner, die verschiedene Facetten der Unterdrückung dokumentieren: die teils tragischen Versuche, durch Anpassung weiteren Repressalien zu entgehen, die Flucht in den Untergrund und in ein Leben im Verborgenen, die Suche nach einem Ausweg in der Emigration, die Verzweiflung, die oft ein Ende im Selbstmord findet und die Zeugnisse von Verhaftung und Ermordung einzelner Künstlerinnen und Künstler.
Texte zum Herunterladen VERFOLGT - VERFEMT -„ENTARTET“
VERFOLGT - VERFEMT -„ENTARTET“
Fotos von der Eröffnung und der Ausstellung zum Herunterladen
Abbildung einzelner Werke zum Herunterladen
Curt Großpietsch, Straßenmädchen 1922,
George Grosz, Kapitalist 1932,
Fritz Stuckenberg, Abstrakte Komposition „S 12 1 20“ 1920, Aquarell und Tusche
Weitere Informationen:
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Abstrakte Komposition "S 12 1 20", 1920 Aquarell und Tusche auf Papier
Fotos Jörg F. Müller, Berlin |
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