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Die Ungarische Revolution 1956

Fotografien von Rolf Gillhausen und Erich Lessing

 

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert die Fotoausstellung

 

am Donnerstag,
19. Oktober 2006,
um 19.30 Uhr

 

Begrüßung
Klaus Wettig, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.


Eine Einführung
Dr. Sándor Peisch,
Botschafter der Republik Ungarn
Prof. Egon Bahr,
Bundesminister a.D.
Ivan Ivanji,
Autor, Journalist, ehem. Dolmetscher von Tito
Erich Lessing,
Fotograf

 

Es begann vor 50 Jahren: am 23. Oktober 1956 gehen Studenten in Budapest auf die Straße und fordern demokratische Freiheiten. Noch in der Nacht weiten sich die Demonstrationen zum Volksaufstand aus. Die Armee und Teile der Polizei unterstützen die Aufständischen. Als die UdSSR die Kommunistische Herrschaft in Ungarn bedroht sieht und die neue ungarische Regierung die Loslösung aus dem Machtbereich der UdSSR ankündigt, schickt sie Truppen, die in blutigen Kämpfen den Aufstand niederschlagen. Hunderttausende fliehen aus Ungarn vor den sofort einsetzenden Verfolgungen. Ministerpräsident Nagy wird zum Tode verurteilt und im Juni 1958 hingerichtet.
Die Reaktion der UdSSR unterstrich, dass kein Land ohne Zustimmung aus Moskau den Machtbereich der UdSSR verlassen durfte. Was 1953 für die DDR galt, wurde 1956 in Ungarn durchgesetzt und sollte 1968 in der Tschechoslowakei gelten.

 

Rolf Gillhausen,
1922 in Köln geboren, kam 1952 als Fotoreporter zum Stern und wurde 1965 Artdirector und stellvertretender Chefredakteur. Sein Bericht “Abrechnung ohne Gnade” über den Volksaufstand in Ungarn erschien 1956 im Stern sowie in einem Sonderheft von LIFE.

 

Erich Lessing,
1923 in Wien geboren, ist seit 1951 Mitglied der Fotoagentur Magnum. 1956 fotografierte er den Volkaufstand in Ungarn. Für seine Reportage erhielt er den American Art Directors’ Award und 1998 die Imre Nagy-Medaille.

 

Ausstellung vom 20.10.2006 – 31.01.2007
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr,
Eintritt frei,
Ausweis erforderlich

 

Weitere Informationen:
Gisela Kayser
Tel: 030 / 259 93 785
E-mail: presse@freundeskreis-wbh.de

 

 

 

 

 

 

Buchtitel: "Nirgendwo und überall zu Haus"

Vor dem Budapester Hauptquartier der Kommunistischen Partei der Werktätigen haben bewaffnete Aufständische Fahnen entrollt, aus denen Hammer und Sichel herausgeschnitten waren. Diese durchlöcherten Fahnen wurden zum Symbol der Revolution.
Foto: © Erich Lessing

 

Am 24. Oktober 1956 wird im Rathaus von Györ das Bild Lenins durch aufständische Soldaten abgenommen.
Foto: © Erich Lessing